Kinder

Region Augsburg: Wir bekommen zu wenige Kinder

Kommentar: Was der wachsende Zuwanderer-Anteil für Augsburg und die Nachbarlandkreise bedeutet.

Die neuen Berechnungen des Landesamtes für Statistik lassen die Menschen im Großraum Augsburg schon mal in die Zukunft blicken. Und die wird auf den ersten Blick nicht allen gefallen.

Denn Stadt und Land werden in 18 Jahren deutlich anders aussehen als heute. Vor allem zwei Trends bringen Herausforderungen mit sich: Die Zahl der Älteren und der Zuwanderer wird wachsen.

Region Augsburg: Wir müssen attraktiver werden für junge Familien

Den steigenden Seniorenanteil haben wir selbst verursacht. Es werden im Vergleich zu den Babyboomer-Jahren zu wenige Kinder geboren. Daran kann die Kommunalpolitik wenig ändern. Aber sie kann viel dafür tun, die Region für den Zuzug junger Familien attraktiver zu machen und damit dem Trend entgegenzuwirken.

Die Aufgaben sind: Jobs schaffen, Schulen sanieren, Kinderbetreuung optimieren. Da ist in den vergangenen Jahren viel geschehen. Alleine knapp 400 Millionen Euro werden für Schul-Renovierungen und Neubauten ausgegeben. Gut so.

Dass die Geburtenraten zuletzt wieder stiegen, hat mit dem Trend zur Migration zu tun. Zuwanderer bekommen mehr Kinder als Bayern. Und das wirft ein Schlaglicht auf eine ungemein wichtige Aufgabe: Die Integration von Ausländern. Wenn sie in Arbeitsmarkt und Gesellschaft ankommen, werden sie ein Gewinn für unser Land sein. Das wird auch in der Region Augsburg viel Geld kosten und je nach Herkunft Geduld erfordern.

Aber ohne Zuwanderung junger Menschen wird die Wachstumsregion Augsburg nicht funktionieren. Das sollte jedem spätestens auf den zweiten Blick klar sein.

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