Augsburger Uni-Klinik

Augsburger Uni-Klinik: Neue Querschüsse aus München

Kommentar: Die Augsburger Uni-Klinik kommt. Daran werden auch die neuen Kostenkalkulationen nichts ändern.

Mehrere Jahrzehnte lang hat Augsburg gegen viele Widerstände in München für eine Uni-Klinik gekämpft. Dank der Unterstützung von Ministerpräsident Seehofer ist die Fakultät 2016 gegründet worden. Der Ingolstädter hatte im Februar 2009 in das Goldene Buch der Stadt Augsburg geschrieben: “Die Uni-Klink kommt!!!”

Die Staatsregierung hat das Projekt beschlossen, der Wissenschaftsrat hat zugestimmt. Was jetzt noch fehlt, ist die Zustimmung des Landtages zu einem Gesetz, dass die Übernahme durch den Freistaat regelt.

Augsburger Uni-Klinik: Der Zeitpunkt der Querschüsse ist nicht überraschend

Die neuen Querschüsse aus München kommen daher zu diesem Zeitpunkt nicht überraschend. Die Oberste Baubehörde kalkuliert plötzlich mit viel höheren Kosten als bisher angesetzt waren. Man spürt: Vor allem im Wissenschaftsministerium sitzen einige Gegner des Augsburger Projektes. Anfangs protestierten sie lauthals gegen Seehofers Vorstoß. Inzwischen wird nur noch verdeckt gegen die Augsburger Uni-Klinik gearbeitet. Das Motiv der Widersacher ist vor allem die Sorge, dass durch die neue Uni-Klinik der Finanz-Kuchen für alle kleiner wird.

Verhindert werden kann das Projekt inzwischen nicht mehr. Es besteht aber die Gefahr, dass sich Stadt und Landkreis Augsburg an den angeblichen Kostensteigerungen beteiligen müssen. Das darf nicht sein! Die Region ist lange genug benachteiligt worden. Während andere Regionen Uni-Klinik hatten, die vom Freistaat Bayern finanziert wurden, häuften Stadt und Landkreis allein etwa 180 Millionen Euro Schulden an, die sie in den nächsten Jahrzehnten zurückzahlen müssen.

Es wird jetzt also darauf ankommen, ob der neue Ministerpräsident Markus Söder genauso fest zu Augsburg steht wie sein Vorgänger und Noch-Amtsinhaber Seehofer. Wenn Söder wackelt, kann es ungemütlich werden für Augsburg.

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