Das Betreuungsgeld ist ein Pferdefuß für die Integration

Mit der Einführung des Betreuungsgeldes war Zweierlei absehbar: Das von Kritikern als „Herdprämie“ verspottete Angebot wird ein Renner. Und vor allem sozial Schwache Familien und bildungsferne Migranten werden das zusätzliche Einkommen gerne annehmen.

Glaubt man der aktuellen Studie des Deutschen Jugendinstitutes und der Uni Dortmund, dann sind viele Befürchtungen real geworden. Denn gerade bei der so wichtigen Integration von Migranten in unserem Einwanderungsland bremst das Betreuungsgeld. Wenn Neubürger sich aus finanziellem Anreiz entscheiden, ihre Kleinkinder lieber auf dem heimischen Teppich spielen zu lassen, als sie in die Kindertagesstätte zu bringen, dann verwehren sie ihnen frühe soziale Kontakte. Sie könnten dort oft schneller als daheim Deutsch lernen und auch Freunde außerhalb ihres Kulturkreises finden.

Die CSU hat das Betreuungsgeld erfunden

Wie bedeutend erfolgreiche Integration und Bildung wären, zeigen die aktuellen antisemitischen Ausfälle junger Muslime bei den Gaza-Protesten in Deutschland.

Erfinder des Betreuungsgeldes ist die CSU. Es ging ihr darum, Eltern zu unterstützen, die ihre Kinder in der heilen Familienwelt betreuen möchten. Im Grundsatz ist das nicht falsch. Aber der Schaden für das gesellschaftliche Projekt Integration ist ein beachtlicher Pferdefuß.

Gerade für Städte wie Augsburg mit einem hohen Migrantenanteil ist jedes einzelne Kind, dass nicht rasch in die Gesellschaft integriert wird, ein Verlust. Augsburg braucht eine bunte Vielfalt. Parallelgesellschaften schaden dieser schönen Stadt.

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